Just some stupid love story
Auf den ersten Blick passen Molly und Seth überhaupt nicht zusammen. Sie ist eine Autorin für Liebeskomödien, die nicht an die wahre Liebe glaubt, und er ein erfolgreicher Scheidungsanwalt, der es dennoch tut. Gerade aus dieser ungewöhnlichen Paarung
heraus entsteht eine interessante Dynamik zwischen den beiden Protagonisten, die auch auf der guten Ausarbeitung ihrer Charaktere fußt. Vor allem Molly entspricht dabei nicht dem Archetyp der Hauptfigur eines Liebesromans und mit ihrem pessimistischen Wesen muss man zunächst warm werden. Dennoch gelingt es der Autorin, Lesende zum Mitfühlen zu bewegen, indem sie die Handlung aus beiden Perspektiven erzählt und über einen Zeitraum von fünf Jahren spielen lässt. Dies ermöglicht eine realistische Charakterentwicklung und die Thematisierung einer großen Bandbreite von Lebensereignissen. – Insgesamt ist der Liebesroman somit gelungen und lässt sich vor allem für Fans des Genres empfehlen.
Agnes Schmidtner
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Just some stupid love story
Katelyn Doyle ; Deutsch von Juliane Zaubitzer
blanvalet (2024)
415 Seiten
kt.