Eine bitterböse Überraschung
Mathilda zieht mit ihren Eltern zu ihrer Oma in den Ort Wülsten. Dort hat alles seine Ordnung. Wehe, man stellt sich gegen die allgemein vorherrschende Meinung. Das ist bei den Kindern genauso wie bei den Erwachsenen: Hauptsache man ist angepasst
und ordnet sich unter. Das ist überhaupt nichts für die dickköpfige, unangepasste Mathilda. Da ähnelt sie sehr ihrem Opa, der sich – angeblich – auf Weltreise befindet. Mathilda schließt Freundschaft mit dem Tüftler Finn. Beim Wettbewerb "Dein Bestes für Wülsten" wollen sie genauso mitmachen wie alle anderen. Doch einer spielt falsch. Zusammen mit Tamiko und Carlos wollen sie hinter das Geheimnis der verschwundenen Ideen kommen. – Mathilda geht unbeirrt ihren Weg und lässt sich durch nichts davon abbringen. Sie hat ihren eigenen Kopf und macht sich ihre eigenen Gedanken. Damit kommt sie in dem gleichgeschalteten Ort nicht gut an. Stellenweise wird der Lesende im Text direkt angesprochen. Eine sehr empathische Geschichte, die Mut macht, anders zu sein. – Gerne für alle Bestände empfohlen.
Angela Hagen
rezensiert für den Borromäusverein.
Eine bitterböse Überraschung
Katharina Reschke ; mit Illustrationen von Vera Schmidt
magellan (2026)
Rache ist süß ; [1]
175 Seiten : Illustrationen
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 9