Motte und die Metallfischer
Sehr zum Leidwesen ihrer Mutter, die so gerne eine niedliche und angepasste Tochter hätte, interessiert sich die selbstbewusste Motte kein bisschen für Mode, Schönheit und das angepasste Leben, von dem ihre Mutter träumt. Am liebsten ist das elfjährige
Mädchen draußen, schaut den Metallfischern zu, die mit Magneten im Kanal nach verwertbaren Gegenständen angeln und träumt davon, es ihnen gleich zu tun. Als sie zu Beginn der Sommerferien endlich die Gelegenheit zum Metallfischen bekommt, hat Motte schon nach wenigen Versuchen ein sehr ungewöhnliches Objekt an der Angel. Das kleine U-Boot, das jahrelang im Schlamm versteckt war, wird schnell zur Sensation und weckt auch das Interesse des skrupellosen Millionärs Arkon Bolwerd, der sich seit Jahren so aufführt, als würde die ganze Stadt ihm gehören. Und schon steckt Motte mitten in einem spannenden Abenteuer, dessen Ausgang über die Zukunft der ganzen Stadt entscheiden kann. Um die Machenschaften des hinterhältigen Gegenspielers zu durchkreuzen, muss Motte all ihren Mut zusammennehmen, gefährliche Tauchfahrten unternehmen und einige Rätsel lösen. Ohne den liebenswerten Vincent und die tatkräftige Unterstützung vieler Gleichgesinnter wäre dieser aufregende Sommer mit Sicherheit nicht gut ausgegangen. – Die rasant und äußerst fantasievoll erzählte Geschichte mit ganz viel Steampunk-Atmosphäre und vielen stimmigen Illustrationen wird abenteuerlustigen Kindern gefallen, denen die niederländische Autorin neben jeder Menge Unterhaltung und Spannung viel Nachdenkenswertes rund um Themen wie Gier und Machtmissbrauch, aber auch Freundschaft, Zusammenhalt und gemeinsames Engagement für ein gutes Zusammenleben mit auf den Weg gibt.
Angelika Rockenbach
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Motte und die Metallfischer
Sanne Rooseboom ; mit Illustrationen von Sophie Pluim ; aus dem Niederländischen von Liselotte Hammond
magellan (2025)
333 Seiten : zahlreiche Illustrationen
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 10