Lauter als das Meeresrauschen
Auch 18 Monate nach ihrem Unfall leidet Emmi noch unter den Folgen. Bei einem längeren Aufenthalt in Neuseeland versucht sie, ihre Dämonen zu besiegen. Eine befreundete Familie hat ein Unternehmen, das Whalewatching betreibt. Für die Studentin der
Meeresbiologie die Chance, mehr über ihre Lieblingstiere, die Pottwale, zu erfahren. Valentin, der Sohn der Familie, zeigt ihr anfangs die kalte Schulter. Je näher sie ihn kennenlernt, desto sympathischer wird er ihr, doch irgendetwas beschäftigt ihn und es scheint, als habe auch er mit einem Trauma zu kämpfen. Nach seinem Geständnis ändert sich für Emmi alles. – Ein Wohlfühlroman mit Tiefgang. Ausführlich wird Emmis Situation, ihre Angstattacken und Flashbacks beschrieben. Die Triggerwarnungen haben durchaus Berechtigung. Aber die stimmungsvollen Beschreibungen der Landschaft Neuseelands und der Welt der Wale sorgen für Ausgleich. Die Playlist am Anfang des Buches gibt einen Vorgeschmack auf das Tempo des Romans. Bei entsprechender Nachfrage durchaus zu empfehlen, Start einer Trilogie.
Angela Hagen
rezensiert für den Borromäusverein.
Lauter als das Meeresrauschen
Nina Voss
magellan (2024)
347 Seiten
kt.