Ins Stille Land
Der Autor ist Professor für Frühchristliche Studien in den USA. Er legt hier eine tiefgründige Einführung in die christliche Kontemplation vor und sagt: „Die Gemeinschaft mit Gott in der Stille des Herzens ist eine von Gott gegebene Fähigkeit.“
Gott ist unsere Heimat, aber der Mensch lebt in der Illusion der Trennung von Gott. Diese Trennung kann aufgehoben werden durch den Eintritt in die Stille in der Meditation, durch die Kontemplation eines Gebetswortes oder durch die Praxis des Atems. Oft aber kommt „der wilde Falke des Verstandes“, bringt Ablenkungen in Fülle, und es ist nicht einfach, wieder zurück in die Stille zu finden. Doch es gibt Wege, die der Autor hier aufzeichnet, wobei er auch auf andere Schwierigkeiten der Kontemplation eingeht. Hunderte von Zitaten von Heiligen und Weisen von der Antike, über die Wüstenväter, das Mittelalter bis zur Neuzeit zeugen von der reichen Lese- und Lebenserfahrung des Autors. Das Werk zeigt in klarer Sprache einen gehbaren Weg zu Gott auf, der „der Grund des menschlichen Wesens ist“. Für Anfänger und Fortgeschrittene auf dem Weg der Kontemplation nachdrücklich zu empfehlen.
Michael Mücke
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Ins Stille Land
Martin Laird ; aus dem Englischen übersetzt von Christian Tröster
Vier Türme (2026)
189 Seiten
fest geb.