Das Haus, das ein Zuhause war
Zwei Kinder entdecken ein von Dickicht umgebenes Haus. Es steht leer, die Farbe blättert ab, die Fenster sind vernagelt. Als sie sich Zutritt verschaffen und durch die Räume stromern, versuchen sie, die Spuren der früheren Bewohner zu deuten. -
Es gibt sie immer noch, diese Orte der Leere und Imagination. Sich mit ihnen vertraut zu machen, ihre Zeichen zu lesen und Geschichten um sie herum zu erfinden, kann ein wunderbares Spiel sein und zu diesem lustvollen Spiel will dieses Kinderbuch Anlass geben. Die doppelseitigen Bilder sind traumverloren schön, noch in der Verkommenheit gibt es Herrlichkeiten zu entdecken. Auch die kurzen Texte passen sich sprachlich dieser Zartheit und Unbestimmtheit an. Die Stimmungslage zwischen der Neugier der Kinder und ihrem Wunsch nach Fantastik wird hier erlebbar. Und eine weitere Botschaft wird vermittelt: das Alte, Abgenutzte und Vergessene kann mit reichen Geschichten aufwarten, die es vermögen, unseren Alltag zu verschönern. - Sehr gerne empfohlen!
Dominique Moldehn
rezensiert für den Borromäusverein.
Das Haus, das ein Zuhause war
Julie Fogliano ; [Illustrationen:] Lane Smith ; aus dem Amerikanischen von Uwe-Michael Gutzchhahn
Sauerländer (2019)
[48] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 4