Chopin und der Klang des Todes

Amélie Degros hält noch ein blutiges Messer in der Hand, als man sie festnimmt. Im Haus liegt ihr erstochener Vater. Im Paris des Jahres 1838 sprechen alle Indizien gegen die junge Frau. Sie wird zum Tod durch die Guillotine verurteilt. Doch ist Chopin und der Klang des Todes sie tatsächlich eine Mörderin? Amélie spielt gut Klavier. Vor der Tat hat sie, wie in Raserei, Chopins Mazurka a-Moll gespielt. Wie es dann aber zu der Bluttat kam, ist ihr nicht mehr bewusst. Zur selben Zeit hat jemand Chopin anonym eine Notenfolge zukommen lassen: die ersten vier Töne, mit denen das dramatische „Dies Irae“ beginnt. Der kränkliche Chopin empfindet es als Ankündigung seines Todes. Mit Hilfe von Freunden gelingt Amélie, wie durch ein Wunder, die Flucht aus dem Gefängnis. Hier kreuzen sich nun Amélies und Chopins Wege. Ein ehemaliger, von Eifersucht gequälter Liebhaber, dem die Schriftstellerin George Sand wegen Chopin den Laufpass gegeben hat, möchte sich gewaltsam an ihr rächen. Amélie ist in der Nähe und verhindert diesen Mordanschlag. George Sand nimmt das von der Polizei gesuchte Mädchen bei sich auf und später mit auf ihre Reise nach Mallorca. Dort soll sich Chopin von seiner Krankheit erholen. Was beide nicht wissen: Dem von den Polen als Nationalheld gefeierten Komponisten sind russische Agenten auf der Spur und trachten ihm nach dem Leben. Und auch für Amélie wird die Baleareninsel nun zu gefährlich. Die Pariser Polizei kennt scheinbar ihren Aufenthaltsort... – Ein sehr breit angelegter Krimi, der auf gekonnte Weise seinen Spannungsbogen mit dem realistischen Bild von Paris, einer Großstadt im 19. Jh., verbindet. Hier treffen Armut, soziale Missstände und ein gnadenloser Überlebenskampf auf Bohème und Luxusleben. Hinzu kommen Momente aus Chopins Biografie, seiner Beziehung zu George Sand und ihrem gemeinsamen Aufenthalt in Valldemossa/Mallorca. Für alle Büchereien empfohlen!

Josef Schnurrer

Josef Schnurrer

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Chopin und der Klang des Todes

Chopin und der Klang des Todes

Oliver Buslau
emons: (2026)

493 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 625914
ISBN 978-3-7408-2013-8
9783740820138
ca. 26,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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