Mord unterm Weihnachtsstern
Welcher Tatort könnte besser für einen Weihnachtskrimi passen als eine Kirche im Erzgebirge? Der junge, unerfahrene Kriminalkommissar Konrad Körnig aus Chemnitz wird als Urlaubsvertretung nach Silberberg in eine weihnachtliche Kulisse mit geschnitzten
Krippenfiguren, Schwibbögen und Räuchermännchen geschickt. Hier wurde am ersten Adventswochenende die Leiche eines als Nussknacker verkleideten Mannes gefunden. Gleichzeitig fehlt auch noch eine der teuren Krippenfiguren und die mutmaßliche Mordwaffe, ein Kerzenständer. Körnig bemüht sich sehr, den Fall schnell zu lösen, damit er bald wieder zu seiner jungen Familie zurückkehren kann, aber das ist gar nicht so einfach. Keine seiner Theorien und Lösungsansätze scheint richtig zu sein und der Fall wird immer verworrener. Aber mit etwas Glück und der Hilfe einer Journalistin vor Ort klärt sich dann doch einiges, bis dann auch noch die Mafia ins Spiel kommt. Ob der Mordfall und die Diebstähle bis Weihnachten aufgeklärt sind, sei hier noch nicht verraten, aber man kann das Buch auf jeden Fall nur wärmstens empfehlen. Zum Ende hin wird es übrigens noch mal sehr weihnachtlich, nicht nur mit den Rezepten für einen erzgebirgischen Weihnachtsstollen und für Klitscher vom Silberberger Weihnachtsmarkt.
Christine Schuster
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Mord unterm Weihnachtsstern
René Seidenglanz und Danielle Zinn
emons: (2026)
335 Seiten
kt.