Eva - Klima in der Krise
Eva arbeitet als Influencerin und nimmt Termine in der ganzen Welt wahr. Während eines Flugs nach New York lernt sie einen Wissenschaftler kennen, der zur UN-Klima-Konferenz reist. Seine Warnungen vor dem Klimawandel nimmt Eva nicht ernst, doch bald
macht sie selbst eine traumatische Erfahrung, die einen Gesinnungswandel bei ihr auslöst. Die Idee, Influencer als Klima-Botschafter einzubinden, könnte fruchten und auch die Entscheidung, eine Graphic Novel als Aufklärungs-Medium zu nutzen, ist stimmig. Der Grund für die ablehnende Kritik dieser Arbeit liegt schlicht in der mangelnden Qualität der Story und ihrer Gestaltung. Die Klimakatastrophe als todbringende Figur nach Art des Fantasy- bzw. Action-Genres zu illustrieren, ist peinlich genug, zumal in den vielen Dialogen auf die menschlichen (und nicht mythischen) Ursachen der Naturzerstörung hingewiesen wird. Ebenso schwer wie dieser Widerspruch wiegt die unzureichende zeichnerische Leistung – bei genauem Hinsehen tragen alle Figuren die gleichen Gesichtszüge! Schade, das Medium wäre gut geeignet, die Komplexität der Vorgänge abzubilden, zumal die Zukunftsszenarien im Anhang eine informative Grundlage für Diskussionen bilden könnten. Ein hartes Urteil: Ressourcenverschwendung!
Dominique Moldehn
rezensiert für den Borromäusverein.
Eva - Klima in der Krise
Arild Midthun & Bjørn H. Samset ; Übersetzung: Sanni Kentopf
Panini Comics (2022)
61 Seiten : farbig
fest geb.