Mother Nature

Nova wird Zeugin des tödlichen Arbeitsunfalls ihres Vaters, Ingenieur einer Ölgesellschaft, die früher Uran abgebaut hat. Sie entwickelt sich zur Ökoaktivistin, die selbst vor einem Sprengstoffanschlag nicht zurückschreckt, um die Natur ihrer Mother Nature Umgebung wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Stärker als dieses drastische Vorgehen sind aber ihre erdverbundenen übernatürlichen Kräfte, die aufgrund ihrer indigenen Herkunft besitzt. Thematisch interessant und hochaktuell, lässt diese Graphic Novel die Leser:innen doch mit ambivalenten Gefühlen zurück. Man nehme: Zerstörung der Umwelt durch Abbau radioaktiver Elemente, Öl und Gas, versuchtes "Greenwashing" durch experimentelle Wasseraufbereitung für eine bessere Umwelt, die Macht des Geldes zur Ruhigstellung der Bevölkerung und eine Prise Navajo-Kultur, dazu noch Identitätsfindung im sexuellen Bereich für jugendliche Leser:innen. Die Rechnung geht nicht auf, da der Plot stellenweise nicht ganz ausgearbeitet wirkt, wie in Filmsequenzen zwischen den verschiedenen Handlungssträngen hin und her switcht und die grafische Umsetzung nur teilweise sehr gelungen (Mimik) ist, da manchmal der Wiedererkennungswert der Personen fehlt. Hinzu kommen einige horrorartig plakativ dargestellte Szenen. Daher trotz guter Ansätze nicht überzeugend.

Margit Düing Bommes

Margit Düing Bommes

rezensiert für den Borromäusverein.

Mother Nature

Mother Nature

Skript von Jamie Lee Curtis & Russell Goldman ; adaptiert und illustriert von Karl Stevens ; Übersetzung: Sandra Kentopf
Panini Comics (2026)

175 Seiten : farbig
fest geb.

MedienNr.: 618646
ISBN 978-3-7416-3827-5
9783741638275
ca. 29,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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