Die dunkle Drachenhüterin
Einst bauten ein Gestalter und Drachen gemeinsam eine Welt auf. Am Ende riss der Gestalter die Alleinherrschaft an sich und rottete die Drachen aus. Einige konnten sich in den Untergrund retten. Fortan wurde jedem Bewohner nach der Geburt sein Schicksal
in Form einer persönlichen Sternenkarte vorbestimmt. Bei Paisley dauert dies viele Wenden länger. Bis dahin nimmt sie ihr Schicksal selbst in die Hand. Auch ihre Mutter vertritt als Wissenschaftlerin die Ansicht, dass man seine Zukunft selbst bestimmen kann. Als Paisley durch ihre Sternenkarte von ihrem baldigen Tod erfährt, ist sie verstört. Plötzlich verschwindet auch noch ihre Mutter und eine dunkle Drachenhüterin erwacht. Um ihren Bruder zu schützen, stellt Paisley sich ihrem angeblichen Schicksal und der dunklen Macht mutig entgegen, und ein spannendes Abenteuer beginnt. - Der tolle, lockere Schreibstil nimmt die Lesenden gut mit durch die Geschichte. Die Charaktere, wie auch das Setting, sind gut herausgearbeitet und sehr facettenreich. Man taucht beim Lesen schnell in die wunderbare Fantasywelt mit tollem Spannungsbogen ein. Man merkt, dass die Autorin ein Faible für das Thema Sterne und Universum hat und dies gut recherchiert und umgesetzt hat. Leider ist die Geschichte nicht in sich abgeschlossen und endet mit einem gemeinen Cliffhanger. Man ist gespannt, wie es weitergeht.
Alexandra Panradl
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Die dunkle Drachenhüterin
Annaliese Avery ; aus dem Englischen übersetzt von Ulrike Köbele
Loewe (2023)
Nachtsilber ; Band 1
325 Seiten : Illustrationen
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 10