Lammanda und der Regenbogenpups
Lamm Amanda hat nicht nur ein regenbogenfarbenes Fell, sondern es pupst auch Regenbogenfarben, so dass alle es sehen können. Das sorgt für viel "Spaß" auf Kosten "Lammandas"! In seiner Verzweiflung wendet das Lamm sich an den Hütehund und die Weggeschichte
beginnt! Bernd führt es zu vielen seiner Freunde – alle haben eine Besonderheit: die Kuh ist blind, die Taube hört nicht, der Hai ist Veganer ... Alle haben gelernt, mit der Ausgrenzung umzugehen und vor allem sich selbst in ihrer Besonderheit zu akzeptieren. Als sie im Wald schließlich ein frierendes Zebra antreffen, zögert die mittlerweile sehr selbstbewusste Amanda keinen Moment und aktiviert ihre Herde, ein Wollkleid für das Zebra herzustellen. Die Bilderbuchseiten sind durch viele kleinere Szenenbilder und comicartige Textfelder sehr stark zergliedert und visuell dadurch sehr ansprechend, aber auch herausfordernd. Es lässt sich sehr viel entdecken. Der Text zeigt vielfach Sprachwitz, am auffälligsten in der Namensgebung; die Redeanteile sind durchgehend gereimt. Das Buch greift auf sehr eingängige Weise ein wichtiges Thema auf und wird Kinder wegen seiner anregenden Gestaltung und auch der Vorstellung eines farbigen Pupses sehr ansprechen. Es eignet sich sehr gut dazu, in sehr kleiner Runde gemeinsam betrachtet zu werden. Für Kinder ab 5 Jahren empfohlen.
Birgit Karnbach
rezensiert für den Borromäusverein.
Lammanda und der Regenbogenpups
Tim Boltz & Radost Bokel ; illustriert von Mareike Ammersken
Loewe (2023)
[40] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 5