A Poets Heart
Nach einer großen Enttäuschung ist die Designstudentin Yva auf der Suche nach einer neuen Wohnung. Ihr Kollege und guter Freund Mats kann ihr schließlich eine kleine Wohnung mit Dachterrasse in Stockholm vermitteln. Hier hat sie endlich Ruhe vor
ihrem herrschsüchtigen, übergriffigen Ex-Freund Lars. Sie fühlt sich sofort wohl und hört durch ihre Schlafzimmerwand schöne Gitarrenklänge. Die Musik kommt von Mats' Mitbewohner Fenn, den Yva bereits aus dem Tonstudio kennt, wo sie neben ihrem Studium jobbt. Er ist Singer-Songwriter und schreibt berührende und erfolgreiche Songs. Doch wenn sie Fenn in natura trifft, benimmt er sich stets seltsam und ist extrem wortkarg, womit Yva schwer umgehen kann. Als Fenn ihr überraschenderweise ein Post-it als Entschuldigung für seine Schroffheit an die Tür klebt, klebt Yva eines mit ihrer Nummer an seine Tür und es beginnt ein umfangreicher Chat zwischen den beiden. Aus dem Chat kreieren sie Lieder und führen tiefgehende Gespräche, doch wenn sie sich treffen, geht Fenn ihr eher aus dem Weg. Als Yva schließlich hinter Fenns Geheimnis kommt, bestärkt sie ihn, offen damit umzugehen und schenkt ihm bedingungsloses Vertrauen. – Rebekka Weiler schafft es im ersten Band ihrer neuen New-Adult-Reihe, starke Wohlfühlmomente zu erschaffen. Als Leser möchte man das Buch nicht weglegen und ist neugierig darauf, wie es mit der Beziehung zwischen Yva und Fenn weitergeht. In den Situationen mit Lars, die unter anderem das Problem Gaslighting und Mobbing zum Thema machen, wird das Well-being-Gefühl unterbrochen, wodurch die Geschichte mehr Tiefe erhält. Jedem Kapitel sind kurze Songtexte vorangestellt, die den Leser die Musik beinahe hören lassen und viel Gefühl in den Roman bringen. Die gut ausgearbeiteten Nebencharaktere tun der Story ebenfalls gut. Auf die nächsten Bände der Reihe darf man schon gespannt sein!
Sonja Gast
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
A Poets Heart
Rebekka Weiler
Loewe INTENSE (2025)
443 Seiten
kt.