Gwin und die Nacht des Kometen
Mit „Gwin und die Nacht des Kometen“ setzt Verena Maier ihre fantasievolle Kinderbuchreihe um die junge Zauberschülerin Gwin fort (zuletzt: BP/mp 26/75). Der zweite Band entführt Leserinnen und Leser erneut in die magische Welt von Madame Manous
geheimnisvollem Zauberladen, in der Abenteuer, Freundschaft und Magie eng miteinander verbunden sind. Die Autorin erschafft eine lebendige Zauberwelt voller origineller Ideen – von magischen Schutznetzen über rätselhafte Windzauber bis hin zu einer geheimnisvollen Insel, die plötzlich in Gwins Kartenwelt auftaucht. Die Handlung entwickelt sich spannend und hält immer wieder Überraschungen bereit, sodass junge Leserinnen und Leser neugierig bleiben, wie sich die Ereignisse rund um den geheimnisvollen Gast und den verheißungsvollen Kometen entfalten werden. Im Laufe der Geschichte wächst Gwin an ihren Herausforderungen, macht Fehler und lernt, Verantwortung für ihre Entscheidungen zu übernehmen. Die Freundschaft zu Jun und Ignatius verleiht der Geschichte Wärme und sorgt dafür, dass neben der Spannung auch die zwischenmenschlichen Aspekte nicht zu kurz kommen. Der Schreibstil ist altersgerecht, leicht zugänglich und bildhaft. Dadurch eignet sich das Buch hervorragend für Kinder ab etwa neun Jahren, spricht aber auch Jugendliche und Erwachsene an, die fantasievolle Kinderliteratur schätzen. Die Mischung aus Magie, Abenteuer und emotionalen Momenten erinnert stellenweise an klassische Fantasy-Geschichten, bewahrt dabei jedoch ihren eigenen Charme. „Gwin und die Nacht des Kometen“ ist eine spannende und liebevoll erzählte Fortsetzung, die mit einer kreativen Welt, sympathischen Figuren und einer fesselnden Handlung überzeugt. Leser des ersten Buches werden auch mit dem zweiten Buch zufrieden sein.
Siegfried Heinemann
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Gwin und die Nacht des Kometen
Verena Maier ; illustriert von Indiana Acosta
Loewe (2026)
Gwin ; Band 2
364 Seiten : Illustrationen
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 9