Hoch die Hände, Klimawende!
Für die Klimawende reichen individuelle Verhaltensänderungen zur Einsparung von Treibhausgasen nicht aus, dazu sei ein struktureller und kultureller Wandel erforderlich, so die These dieser Neuerscheinung. Möglichst jeder Einzelne müsse mit gezielten
Handlungen zum Multiplikator für klimafreundliches Verhalten werden. Es gelte, die richtigen Hebel für einen grundlegenden Wandel zu erkennen und zu nutzen. Solche Hebel finden sich auf verschiedenen Ebenen (privat, beruflich, gesellschaftlich, politisch) und werden vom Autor detailliert beschrieben. Naturgemäß ist dabei der Druck auf Wirtschaft und Politik von zentraler Bedeutung. Der Autor hält auch zivilen Ungehorsam (z.B. Straßenblockaden) für ein legitimes Mittel. Besonders problematisch erscheint seine indifferente Haltung gegenüber Gewaltanwendung (Ablehnung von Gewalt gegen Personen, nicht aber von Gewalt gegen Sachen). Dieses Buch eines Aktivisten, der möglichst viele Menschen für ein Engagement in Sachen Klimaschutz gewinnen möchte, dürfte in erster Linie eine Leserschaft ansprechen, die in besonderer Weise für die Klimakrise sensibilisiert ist.
Johann Book
rezensiert für den Borromäusverein.
Hoch die Hände, Klimawende!
Gabriel Baunach
echt EMF (2023)
303 Seiten : Illustrationen
kt.