Ora et labora

Eine schöne Zusammenschau von 14 größeren Orden ist dem Redaktionsleiter (Berlin) des katholischen Magazins "theo" zu danken. Voran steht eine kurze Einführung, die das Thema Nachfolge Christi in den Mittelpunkt stellt, dabei aber auch mit historisch Ora et labora und soziologisch geschärftem Blick Schwächen und Probleme von Orden anspricht. Alphabetisch geordnet folgen auf je ca. sieben Seiten knappe Beschreibungen von Orden. Ausgehend von ihrer historischen Entstehung werden das geistige Anliegen sowie der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit vorgestellt. Der Bogen spannt sich vom ältesten christlichen Orden, den Benediktinern, bis zu den modernen Gründungen "Geistliche Familie Charles de Foucauld" und "Communauté de Taizé". Obwohl das Gliederungsschema für jedes Kapitel in etwa gleich ist, ließen sich Vergleichskomponenten noch deutlicher herausarbeiten. Ein wenigstens summarischer Überblick über die "kleineren" Orden wäre sicher den meisten Lesern willkommen. Kontaktinformationen beschließen jedes Kapitel, das mit farbigen Fotos lebensnahe Einblicke in den jeweiligen Orden vermittelt. Diese Ordensschau klingt aus mit der Frage, wie man Orden selbst kennenlernen kann. Der Autor nennt sie "Hoffnungs-Gemeinschaften" und Orientierungsstationen in der gegenwärtigen Krisensituation des europäischen Christentums und der heutigen Wirklichkeitswahrnehmung. Breit empfohlen.

Bernhard Grabmeyer

Bernhard Grabmeyer

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Ora et labora

Ora et labora

Sven Schlebes
Benno (2015)

117 S. : zahlr. Ill. (farb.)
fest geb.

MedienNr.: 581743
ISBN 978-3-7462-4357-3
9783746243573
ca. 14,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Re
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