Komisch, die Liebe
Nino Globi lebt als einundvierzigjähriger Single glücklich und unabhängig in Rom. Er betreibt einen kleinen Buchladen, den er von seinem Vater übernommen hat und in dessen Hinterzimmer er diverse Frauen verführt. Und da geschieht das Unglaubliche:
Eines morgens sieht Nino eine schöne Unbekannte, in die er sich sofort unsterblich verliebt. Der Zufall will es, dass er sie tatsächlich kennenlernt: Clelia, Cellospielerin im Orchester der Nationalakademie. Sie ist genauso auf ihre Eigenständigkeit bedacht, wie Nino und will sich nicht binden. Nach kurzer gemeinsamer Zeit trennen sich die beiden, kommen wieder zusammen, trennen sich erneut. Es beginnt eine Zeit, in der Nino nur um sich selber kreist und den Leser an seinen Zweifeln und Gedanken teilhaben lässt, bis die beiden zum Schluss doch noch zueinander finden. - Selten kann der Leser so wenig Empathie mit den Hauptfiguren eines Romans entwickeln, wie für den egozentrischen Nino. Die Häufung seiner erotischen Abenteuer lässt den Leser erstaunt zurück, und warum Nino und Clelia letztlich wieder zusammenkommen, erschließt sich nicht wirklich. Bei sehr großem Bedarf an Liebesromanen mit Einschränkungen anschaffenswert. (Übers.: Esther Hansen)
Gabriele Güterbock-Rottkord
rezensiert für den Borromäusverein.
Komisch, die Liebe
Andrea Manni
Aufbau (2011)
atb ; 2699
234 S.
kt.