The enemy's daughter
Zwei Menschengruppen haben einen Krieg überlebt, der die gesamte Zivilisation zerstört hat. Doch zwischen beiden Gruppen herrscht Feindschaft und Missgunst. Zu der Gruppe aus Kingsland gehört Tristan, zur Gruppe der 5 Klans Isadora. Bei einem Zusammentreffen
wird Isadora lebensgefährlich verletzt. Doch Tristan, der in sie heimlich verliebt ist, kann sie mit einem magischen Ritual retten. Nun sind aber beide untrennbar miteinander verbunden. Trotz großem Misstrauen und vielen Rückschlägen versuchen sie, die Vergangenheit zu bewältigen und die beiden Gruppen zu einem friedlichen Miteinander zu bringen. – In ihrem Debüt entführt die kanadische Autorin in eine postapokalyptische Welt. Die Leser:innen müssen versuchen, die unterschiedlichen Ideologien, Intrigen und Verhaltensweisen zu verstehen und den ständigen Wechsel zwischen realer Gegenwart, Gedanken- und Gefühlswelten und Vergangenheit nachzuvollziehen. Die, vor allem am Anfang, epische Sprache und die emotionale, pubertäre Gefühlswelt machen dies nicht einfacher. Sobald die Geschichte rasanter und spannender wird, wird sie zugleich blutrünstig und brutal. Allerdings finden sich viele Aspekte, die es zu einem absolut spannenden und fesselnden Buch machen: Intrigen, Vertrauen, Feindschaft, Verrat und Liebe. Das Buch tritt ganz offen für Frauenrechte ein und kann für Leser:innen ab 14 Jahren empfohlen werden.
Emily Greschner
rezensiert für den Borromäusverein.
The enemy's daughter
Melissa Poett ; aus dem Englischen von Marij Hartwig
dragonfly (2026)
398 Seiten : Karte
kt.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 14