Das Gruselkochbuch
Grusel und Horror übt eine ganz besondere Faszination aus. Seit Jahrhunderten beschäftigt sich die Literatur mit dem Unheimlichen in den verschiedensten Formen. Hier treffen Werke der (Welt-)Literatur auf passende Rezepte. Vertreten sind u.a. Mary
Shelley, Bram Stoker, Arthur Conan Doyle und Edgar Allan Poe. Jeder der Texte wird mit einem Ausschnitt vorgestellt. Es geht nicht darum, möglichst gruselige (oder eklig aussehende) Gerichte zu kochen. Vielmehr sind zeitgenössische oder „passende“ Gerichte ausgewählt worden, die den Hauptpersonen oder den Autor:innen schmecken. Das „Phantom der Oper“ erfreut sich an französischer Zwiebelsuppe, Storms „Schimmelreiter“ bekommt Husumer Pannfisch und den „Fliegenden Holländer“ wärmt ein kräftiger Seemannsgrog. Das Buch selbst ist ein „Hingucker“ und ein Kunstwerk für sich: schwarzer geprägter Kunstledereinband, an drei Seiten ist der Buchschnitt mit Fledermäusen bedruckt, tolle Farbfotos der Gerichte und großartige, sehr reduzierte, Illustrationen. – Eine attraktive Bestandsergänzung, die sich auch unabhängig von Halloween lohnt.
Felix Stenert
rezensiert für den Borromäusverein.
Das Gruselkochbuch
Silke Martin ; Fotografie: Tina Bumann ; Illustrationen: Tessa Kock
Hölker Verlag (2024)
207 Seiten : zahlreiche Illustrationen (überwiegend farbig)
fest geb.