Der Schlüssel zu allem
Der 12-jährige Cosmo lebt seit dem Tod seines Bruders Brian bei seinen Großeltern. Seine Mutter hat ihn dort zurückgelassen, da sie aus beruflichen Gründen weg musste. Er fühlt sich verlassen, hat den Tod des Bruders nicht überwunden, was ihn
bei den Schulkameraden zum Außenseiter werden lässt, der schikaniert wird. Als sein geliebter Großvater an Alzheimer erkrankt und sein Gedächtnis verliert, wird alles noch viel schlimmer. Eines Tages gibt ihm sein Großvater einen alten Schlüssel und nimmt ihm das Versprechen ab, mit diesem Schlüssel das Tor von Blackbrick Abbey zu öffnen. Cosmo erfüllt seinem Großvater den Wunsch und reist in die Vergangenheit. Er trifft dort seinen Großvater, als dieser ein Junge von sechzehn ist. Er erfährt woher seine Wurzeln stammen und wie Großvaters Leben verlaufen ist. Durch die Zeitreise nimmt Cosmo quasi das Gedächtnis seines Großvaters auf und er erkennt, dass nichts wirklich vergessen und verloren ist, auch wenn es zeitweise so scheint. Anrührende und zum Nachdenken anregende Geschichte, in der sich Traum, Wirklichkeit und Fantasie gekonnt vermischen und am Ende die Liebe der Familie hilft, die Trauer über den Verlust zu überwinden. (Übers.: Marion Hertle)
Christiane Kühr
rezensiert für den Borromäusverein.
Der Schlüssel zu allem
Sarah Moore Fitzgerald
Bloomoon (2013)
200 S.
fest geb.