Das Haus am Abgrund
Der 17-jährige Adrian ist an einem Gehirntumor erkrankt, Halluzinationen und Visionen sind für ihn alltäglich geworden. Um Ruhe zu finden, ist er mit seinem Vater und dessen Lebensgefährten nach St. Irias (Cornwall, England) gezogen - ein beschauliches,
malerisches Dörfchen mit einer unheimlichen Vergangenheit. Das verlassene Herrenhaus Heathcote Manor wirkt ungewöhnlich reizvoll auf Adrian, und so entschließt er sich dazu, gemeinsam mit der mysteriösen Nova das Geheimnis um "Das Haus am Abgrund" herauszufinden. - Susanne Gerdom gelingt ein verwirrender, gruseliger und mitreißender Schauerroman mit hoher Sogwirkung. Adrian ist ein sympathischer Held, dessen Sorgen berühren und mitfühlen lassen. Die komplexe Handlung regt zum Nachdenken an, da sie außer der Schauerstory Themen wie Vorurteile und Außenseitertum, Krankheit oder erste Liebe verknüpft. Überzeugende Charaktere, ein uraltes Familiengeheimnis, eine schaurig-schöne Kulisse - Sein und Schein haben fließende Grenzen und Heathcote Manor wird auch die Leser in seinen Bann ziehen. Lesevergnügen pur!
Nadine Fitzke
rezensiert für den Borromäusverein.
Das Haus am Abgrund
Susanne Gerdom
Bloomoon (2013)
391 S. : Ill.
kt.