Der Detektiv von Paris
Das Leben in Paris vor 200 Jahren war recht chaotisch. Hemmungslose Verbrecher trieben ihr Unwesen und die Ordnungskräfte reagierten hilflos und willkürlich. Der junge Vidocq gerät immer wieder zwischen diese Fronten, bis er, abgestoßen von der
Brutalität der Verhältnisse, zur Polizei überläuft. Er bietet an, mit all seiner "Verbrechererfahrung" die Verbrechensbekämpfung neu und effektiv zu organisieren und zu reformieren. So wurde er zum Begründer der modernen Kriminalistik. - Das Buch gibt ein aufschlussreiches Bild über die Lebensverhältnisse rund um die Französische Revolution und der abenteuerliche Lebenslauf sorgt für eine gewisse Spannung. Die Darstellung aber, in einer oft schulmeisterlich gestelzten Erzählsprache mit ermüdenden Wiederholungen, nimmt den Schwung aus der Geschichte. So werden viele junge Leser sich entweder mühsam durch das Buch arbeiten oder abbrechen und sich lieber eine der Verfilmungen von Vidocqs Leben ansehen. Für interessierte Leser ab 12 Jahren!
Emily Greschner
rezensiert für den Borromäusverein.
Der Detektiv von Paris
Walter Hansen
Ueberreuter (2018)
283 S.
fest geb.