Abyssinia
Obwohl die deutsche Carola Frentzen 14 Jahre lang als dpa-Korrespondentin in Rom ihren Traumjob hatte und sich alles leisten konnte, entschließt sie sich zusammen mit ihrem Freund Alessio für ein Jahr nach Äthiopien zu gehen. Mit 10.000 Euro Spendengeldern
wollen sie dort humanitäre Hilfe leisten und errichten eine Schule, in der Äthiopier dazu ausgebildet werden, später selbst ihre Landsleute zu unterrichten. Frentzen berichtet über ihre positiven und negativen Erfahrungen in der neu gewählten Heimat. Dabei thematisiert sie die dort herrschenden politischen und sozialen Gegebenheiten ebenso wie die Schönheit und Weite des Landes. Durch ihre persönlichen Kontakte zu den dort lebenden Menschen kann sie nicht nur anderen zu einem lebenswerteren Dasein verhelfen, sondern gewinnt auch Freunde, die ihr ihrerseits helfen, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen, als Alessio sie verlässt. - Ein lesenswerter Erfahrungsbericht, in dem die Autorin überzeugend darlegt, dass engagierte Hilfe für andere auch eine persönliche Bereicherung darstellt.
Adelgundis Hovestadt
rezensiert für den Borromäusverein.
Abyssinia
Carola Frentzen
Blanvalet (2011)
348, [16] S. : Ill. (farb.)
fest geb.