Memento
David Keller ermittelt in einem Mordfall, dessen Opfer einen Datenträger mit detaillierten Plänen für Anlagen zur Anreicherung von Uran bei sich trug. Plötzlich steckt er mittendrin in internationalen Verwicklungen zwischen schweizerischen Geschäftsleuten,
dubiosen Verbindungsmännern und der CIA, die aus taktischem Kalkül lieber wegschauen möchte. – Dieser zweite Teil der Keller-Reihe (nach "Skorpion", BP/mp 24/101) basiert auf realen Ereignissen. Wer nachvollziehen möchte, warum Staaten wie Pakistan oder Nordkorea in den Besitz von Wissen über die Technik der Atombombe gelangen konnten, dem sei dieses Buch sehr empfohlen. Man merkt die Expertise des ehemaligen Ermittlers Basanisi in Bezug auf die organisierte Kriminalität. Aber auch die Regie-Erfahrung des Co-Autors Schneider sorgt für Spannung und dafür, dass zu keinem Augenblick Langeweile aufkommen kann. – Volle Empfehlung für alle Leser:innen mit Lust auf gute Polit-Thriller.
Thomas Oberholthaus
rezensiert für den Borromäusverein.
Memento
Matt Basanisi & Gerd Schneider
blanvalet (2024)
445 Seiten
fest geb.