Lillis allergrößter Wunsch
Lillis Kinderzimmer in dem hübsch gezeichneten Bilderbuch der belgischen Autorin ähnelt einer beinahe furchteinflößenden Spielzeugmüllhalde. Kein Wunder, dass Lilli ratlos vor all ihrem ganzen Spielkram steht. Was soll sie bloß anfangen? Alleine
spielen macht keinen Spaß. Schließlich macht sie sich auf den Weg zu ihrem Freund Oskar. Unterwegs entdeckt sie einen "Zauberstab". Es fällt ihr aber nichts ein, was sie sich wünschen könnte, weil sie doch schon alles hat. Oskar freilich würde gerne einen Fußball oder ein Fernlenkauto haben. Da Lilli ihm den Zauberstab nicht geben will, kommt es zum Streit, bei dem der Stab zerbricht. Schmollend rennt Lilli heim. Hier warten aber nur ihre langweiligen Spielsachen auf sie. Jetzt merkt sie, dass man zum Glücklichsein und Spaßhaben mehr braucht als materielle Güter. Mit einem Fußball als Mitbringsel wird die Freundschaft wiederhergestellt. - Dieses in Bezug auf den Text und die Illustrationen völlig kindgemäße Bilderbuch dürfte ziemlich genau den Erfahrungen und der Lebenswelt vieler wohlstandsverwöhnter Kids entsprechen. Und weil die Moral so unaufdringlich verpackt ist, dürfte das Bilderbuch bei Kindern ab drei Jahren Anklang finden. Breit empfohlen!
Lillis allergrößter Wunsch
Estelle Meens
Brunnen-Verl. (2012)
[14] Bl. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 3