Wer hat den kleinen Bären so lieb?
Der kleine Bär hat eine sehr gleichförmige Morgenroutine: aufstehen, Schlaf abschütteln, Essen suchen. Doch eines Tages liegt eine Möhre neben der Höhle - der Bär kennt das "Ding" nicht, verzehrt es jedoch mit Genuss. Damit nicht genug: täglich
werden es mehr; wer ihm durch die Geschenke seine Zuneigung zeigt, weiß er nicht, beginnt aber bald, sich mit Gegengeschenken zu revanchieren. Erst kurz vor Schluss zeigt sich der Hase - von Kindern sicher längst vermutet. Fortan verbringt das ungleiche Paar viel Zeit miteinander. Das eher für jüngere Kinder geeignete Bilderbuch besticht mit seinen Illustrationen: Sie zeigen die natürliche Umgebung der Tiere in einer Mischtechnik aus Wachs und Aquarell auf grobem Papier weich und leicht verwischt mit einem farblich und gestalterisch stark zurückgenommenen Wald-Hintergrund. Insgesamt bleibt es bei zarten und pastelligen Naturfarben - lediglich das Wangenrot der Tiere fällt unauffällig aus dem Rahmen und symbolisiert die freudige Aufregung. - Ein sensibles Buch über Freundschaft - gut ausgebauten Beständen empfohlen.
Birgit Karnbach
rezensiert für den Borromäusverein.
Wer hat den kleinen Bären so lieb?
Daniel Pinkwater. Ill. von Will Hillenbrand
Brunnen-Verl. (2012)
[20] Bl. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 4