Ökonomie, die dem Leben dient

Die Globalisierung der Wirtschaft hat in vielen Fällen die Menschenrechte ins Hintertreffen geraten lassen, vor allem auch deshalb, weil die Staaten ihren politischen Handlungsspielraum zugunsten des Marktes einschränken. Der Autor kritisiert die Ökonomie, die dem Leben dient Marktgläubigkeit und deren sogenannte Selbstheilungskräfte, die auf Gewinnmaximierung ausgerichteten Unternehmensziele und die Macht der transnationalen Konzerne, denen die Interessen der Investoren und Aktionäre wichtiger sind als die Menschenrechte. Er fordert die Staaten und die Zivilgesellschaft dazu auf, für die Freiheitsrechte, die politischen Beteiligungsrechte und die sozialen Anspruchsrechte einen Rechtscharakter zu erkämpfen und damit den ökonomisch Schwachen und an den Rand Gedrängten eine rechtlich abgesicherte Beteiligung zu ermöglichen. Die Begründungen dafür liegen nicht nur in den allgemeinen Menschenrechten, sondern auch im biblischen Grundethos. - Es sind sehr weit gefasste theoretische Aussagen, deren Durchsetzung wünschenswert wäre, die aber gegenwärtig immer noch zu sehr mit der Wirklichkeit kollidieren. Zur Diskussionsanregung.

Helmut Eggl

Helmut Eggl

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Ökonomie, die dem Leben dient

Ökonomie, die dem Leben dient

Franz Segbers
Butzon & Bercker [u.a.] (2015)

248 S.
fest geb.

MedienNr.: 797641
ISBN 978-3-7666-2179-5
9783766621795
ca. 24,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: So
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