Im Reich der Mitte
Die Geschichte beginnt wie gewohnt, mit dem Hinweis auf das unbeugsame Dorf in Gallien, das Caesars Eroberungsplänen trotzt. Aber es sind nicht die gewohnten Sprechblasen der Comic-Panels, sondern ein Fließtext mit Bildern der bekannten Helden. Wieder
werden Asterix und Obelix zu Hilfe gerufen, diesmal ins ferne China, wo nach einem Staatsstreich die Kaiserin gefangen genommen wurde und deren Tochter, Wun Da, in das gallische Dorf reist. Begleitet wird sie von der Kung-Fu-kämpfenden Han-She Li und dem Phönizier Genmais. Außerdem begibt sich auch Caesar mit seinem Heer nach China. Er will Kleopatra mit dem Titel Kaiser von China beeindrucken. Die Geschichte verläuft wie gewohnt, sowohl das römische Heer als auch die chinesischen Usurpatoren werden fachgerecht verdroschen. Dazwischen entspinnen sich einige zarte Bande und am Ende kehren die Gallier siegreich in ihr Dorf zurück. – Der Band wurde nach dem neuesten Film geschrieben und gezeichnet. Doch ohne die Panels wirkt der Text flach und holprig. Mit alten und neuen Gags wird nicht gespart. Das gleicht nur unvollkommen die fehlende Leichtigkeit im Vergleich mit den Comics aus. Trotzdem wird vermutlich eine Nachfrage bei alten und jungen Asterix-Fans vorhanden sein.
Lotte Schüler
rezensiert für den Borromäusverein.
Im Reich der Mitte
Goscinny und Uderzo präsentieren ; Text: Olivier Gay ; Zeichnungen: Fabrice Tarrin ; Übersetzung aus dem Französischen: Klaus Jöken
Egmont (2023)
Asterix
[50] Seiten : farbig
fest geb.