Pandämonium
1951 bringt Doris Greathouse ihre an Tuberkulose leidende Tochter Cora in einem Sanatorium in Louisville unter. Um in ihrer Nähe bleiben und die Behandlung finanzieren zu können, nimmt die selbst einst an TB erkrankte allein erziehende Mutter einen
Job als Krankenschwester an. Als Cora von furchtbaren Visionen und Erscheinungen verstorbener Kinder heim gesucht wird, will ihre Mutter diesen Erzählungen zunächst keinen Glauben schenken. Doch zunehmend muss sie die menschenunwürdige Krankenbehandlung und das selbstgerechte Verhalten der Ärzteschaft erkennen. Als lange Rückblende rund um den anstehenden Abriss des tatsächlich existierenden Gebäudes angelegt, schufen Christophe Bec und Stefano Raffaele eine Mischung aus Geister- und sozialkritischem Verschwörungsthriller, der für den Schutz von Pflegebedürftigen appelliert. Zwar wurde der an Michael Crichtons "Coma" erinnernde Krimi weitgehend fesselnd in düsteren Farben entwickelt, doch es erscheint bedauerlich, dass der paranormale Handlungsstrang im Verlauf der drei Alben allmählich kaum eine Rolle mehr spielt. Für größere Erwachsenencomic-Bestände möglich.
Gregor Ries
rezensiert für den Borromäusverein.
Pandämonium
Szenario: Christophe Bec. Zeichn.: Stefano Raffaele
Egmont vgs (2012)
Ehapa Comic Collection
158 S. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.