Ich, Jonas, genannt Pille, und die Sache mit der Liebe
Jonas ist fast 12 Jahre alt, als sein geliebter Großvater Leo in ein Altersheim ziehen muss, weil er sich nicht mehr allein versorgen kann. Dieser Schritt fällt dem eigensinnigen und freiheitsliebenden alten Mann nicht leicht. Jonas, der seinem Opa
sehr ähnlich ist, besucht ihn, so oft er nur kann. Die Atmosphäre im Heim ist ziemlich trist. Doch es dauert nicht lange, bis die beiden liebenswerten Individualisten mit ihrer überbordenden Phantasie und ihrem offenen Wesen neuen Schwung in den Alltag der betagten Bewohner bringen. Aber während seine neue Umgebung immer lebendiger und bunter wird, wird Opa Leo immer schwächer. Jonas, der sehr unter der Abwesenheit seines Vaters leidet und ausgerechnet jetzt seine erste echte Liebe mit der netten Lilli erlebt, muss akzeptieren, dass sein bester Freund nicht mehr lange leben wird. Doch noch ist es nicht so weit, und Großvater setzt all seine Energie daran, dem Enkel mit seinen liebevollen und lebensnahen Ratschlägen ausreichend Kraft und Selbstvertrauen mit auf den Weg zu geben. Seine trotz allem immer lebensbejahende und hoffnungsvolle Grundhaltung überzeugt Jonas, wie wichtig es ist, ein offenes Herz für andere zu haben, sich selbst mit allen Fehlern und Schwächen zu akzeptieren und das Beste aus seinen Talenten zu machen. - Brigitte Werners äußerlich eher unscheinbarer Kinderroman ist etwas ganz Besonderes. Sie beherrscht die große Kunst, die wirklich wichtigen Themen im Leben junger Menschen anzusprechen und dabei einen gelassenen und oft geradezu unbeschwert kindlichen Ton anzuschlagen, der jedem Leser zu Herzen gehen wird. Ein hoch emotionales und wirklich wunderbares Buch, dem man ganz viele begeisterte Leser wünscht!
Angelika Rockenbach
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Ich, Jonas, genannt Pille, und die Sache mit der Liebe
Brigitte Werner
Verl. Freies Geistesleben (2011)
308 S.
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 11