Mein allerliebstes Zuhause

Nicht jeder hat ein sicheres Zuhause. Manche müssen es fluchtartig verlassen und manche Kinder sind schon ihr Leben lang auf der Flucht. In dieser Geschichte begegnen sich zwei Kinder zufällig und erzählen einander, was sie verloren haben. Das Haus Mein allerliebstes Zuhause des einen war klein und rot, das des anderen ein großer Wohnblock mit vielen netten Nachbarn. Beide Kinder erträumen sich diese Orte zurück, ja mehr noch: sie vermenschlichen ihre Häuser, die ihnen Schutz und Geborgenheit zurück geben sollen. – Was Menschen mit Fluchterfahrung hinter sich lassen, wird in diesem Bilderbuch versucht darzustellen. Es geht zum einen um die Orte und Dinge und zum anderen auch um die immateriellen Werte, die so schwer wieder aufzubauen sind: ein Wohlbehagen, Normalität, Sicherheit und Freundschaften. Die Sehnsucht danach wird in den schmalen Textzeilen gut vermittelt. Die Bilder sprechen eine sanftere (und etwas harmlosere) Sprache. Hier wird auf das Gefühl der Heimatlosigkeit gesetzt und auf die Einfühlung in die Situation der Flüchtenden. Die Frage nach dem "Warum" wird im Buch nicht gestellt; es werden die Erwachsenen sein, die nach Antworten suchen müssen. Das Thema ist weiterhin aktuell und wird es auch bleiben. Umso wichtiger ist es, Empathie als sozialen Wert zu betonen, was im Dialog über diese Geschichte gut gelingen kann.

Dominique Moldehn

Dominique Moldehn

rezensiert für den Borromäusverein.

Mein allerliebstes Zuhause

Mein allerliebstes Zuhause

Constantin Satüpo
Hatje Cantz (2026)

[48] Seiten : farbig
fest geb.

MedienNr.: 625059
ISBN 978-3-7757-6202-1
9783775762021
ca. 18,00 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 5
Systematik: KK
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