Das Buschbaby

Froh sind die amerikanische Termitenforscherin Kimberley und ihr Gatte Ruben, als die junge Frau in einem afrikanischen Buschkrankenhaus ihr Kind gesund zur Welt bringt. Doch bei Tagesanbruch folgt unterwegs an einem einsamen Grenzposten der Schock: Das Buschbaby Ein schwarzer Säugling liegt in den Windeln! War es eine geplante Entführung? In dem verlassenen Kaff, wo das Ehepaar gelandet ist, ist endlich wieder etwas los. Und auf der Suche nach der Lösung dieses geheimnisvollen Falles durch den Grenzposten Forodha passiert so einiges Absurde, Skurrile, ja Witzige, das nicht nur die Vorgeschichte und Charaktere des Ehepaares, sondern auch so manche Vorurteile zwischen Weißen und Schwarzen gehörig aufs Korn nimmt. - Dieser Roman erzählt die Geschichte der vertauschten Babys aus "Happy Valley" (BP 06/761) nun aus der anderen dazugehörigen Perspektive. Mit Brillanz und viel Ironie führt Meja Mwangi schonungslos die Welt des modernen Afrika vor, das geprägt ist von schwarzen und weißen Konditionen und der daraus resultierenden ständigen kulturellen Schizophrenie. Gelungen auch die Übersetzung von Thomas Brückner, die auch die deutsche Fassung zum Lesevergnügen macht. Für alle Bestände.

Günter Bielemeier

Günter Bielemeier

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Das Buschbaby

Das Buschbaby

Meja Mwangi
Hammer (2007)

318 S.
fest geb.

MedienNr.: 555748
ISBN 978-3-7795-0153-4
9783779501534
ca. 24,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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