Als die wilden Tiere bei uns einzogen

Der Ich-Erzähler ist von Paris aufs Land gezogen und freundet sich mit Max an. Beim ihm zu Hause ist alles anders: Fastfood, Süßigkeiten, digitale Medien - alles im Überfluss und ohne Einschränkung. Natürlich ist das attraktiv für den Erzähler, Als die wilden Tiere bei uns einzogen ständig setzt es Seitenhiebe auf seine Eltern, die biologisch und vegetarisch essen, bewusst kein Auto fahren und überhaupt ökobewegte Spaßbremsen sind! Am liebsten würde er sich von Max' Eltern adoptieren lassen! Als sich in der Jagdsaison jedoch alle Tiere im Garten der "Aussteiger"-Familie verstecken und es den Eltern völlig unerwartet gelingt, Vater und die anderen Jäger mit Freundlichkeit und Biokuchen um den Finger zu wickeln, ändert sich alles; plötzlich wird das umweltfreundliche Verhalten zum maßgeblichen Lebensstil. Der Autor versteht es meisterhaft, den Leser über die Identifikation mit dem Helden zu lenken. Natürlich es ist cool bei Max! Doch die Angst der Tiere vor den Jägern, die bedrohlichen Waffen und die schließlich fast biblische Bekehrung adelt den tier- und umweltfreundlichen Lebensstil als Modell und Vorbild.

Birgit Karnbach

Birgit Karnbach

rezensiert für den Borromäusverein.

Als die wilden Tiere bei uns einzogen

Als die wilden Tiere bei uns einzogen

Didier Lévy ; [Illustrationen:] Katrin Stangl ; aus dem Französischen von Silvia Bartholl
Peter Hammer Verlag (2020)

[40] Seiten : farbig
fest geb.

MedienNr.: 600445
ISBN 978-3-7795-0639-3
9783779506393
ca. 15,00 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 6
Systematik: KK
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