Die Tage kommen und gehen

Erst als sie todkrank im Hospiz liegt, berichtet Anna ihrer Tochter Abi von ihrem Leben zwischen Kamerun und Frankreich. Nach dem Tod Ihrer Mutter wächst Anna bei einer Bekannten auf. Als gute Schülerin darf sie an einer Ordensschule lernen, wo sie Die Tage kommen und gehen jedoch Herablassung und Verachtung erfährt. Die frühe Schwangerschaft machen ihre Bildungspläne zunichte, doch ihre Tochter Abi soll es einmal besser haben. Abi heiratet einen Franzosen, einen Weißen, gegen den Widerstand beider Familien. Eine Affäre lässt ihren Traum eines gutbürgerlichen Lebens platzen. Darunter leidet besonders Sohn Max, den Abi für ein Jahr zu Anna nach Kamerun schickt. Max liebt das Land seiner Vorfahren und seine drei engen Freunde, mit denen er ein wunderbares Jahr verbringt. Doch dann muss er wieder zurück nach Paris, um kurze Zeit später zu erfahren, dass zwei seiner Freunde tot sind, nachdem sie sich Boko Haram angeschlossen hatten. Wie konnte das geschehen? Mit dem Blick auf drei Generationen versucht die Autorin zu zeigen, was in ihrem Land und den Menschen passiert. Empfehlenswert.

Martina Häusler

Martina Häusler

rezensiert für den Borromäusverein.

Die Tage kommen und gehen

Die Tage kommen und gehen

Hemley Boum ; aus dem Französischen von Gudrun und Otto Honke
Peter Hammer Verlag (2021)

368 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 606245
ISBN 978-3-7795-0669-0
9783779506690
ca. 26,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
Diesen Titel bei der ekz kaufen.