Bär und Schneck

Bär und Schneck wohnen im selben Wald, doch sie reden nie miteinander. Wenn der Bär aus dem Winterschlaf erwacht, legt der Schneck sich schlafen, wenn er vor dem Winter aufwacht, zieht sich der Bär zurück. Dabei haben beide die gleichen Interessen Bär und Schneck und Vorlieben, z.B. gerne essen, in die Ferne schauen, Bäume zählen. Aber sie beobachten die Spuren des anderen und die Neugier wächst. Eines Tages wartet der Bär auf das Erwachen des Schnecks, er wartet so lange, bis es fast zu spät ist – doch es gelingt: sie tauschen zum ersten Mal ein paar Worte aus. – Die Geschichte dieser zarten, fast unmöglichen Freundschaft wird in auf das Wesentliche konzentrierten, weitgehend abstrakt gehaltenen, von warmen Farben dominierten Illustrationen dargestellt. Sie sind so ausdrucksstark, dass sie mit sehr wenig Text auskommen und problemlos "gelesen" werden können. Aufgrund ihrer unterschiedlichen Lebensumstände werden sie nie viel Zeit miteinander verbringen können, aber sie sind einander verbunden und zeigen mit kleinen Gesten, dass sie an den anderen denken und ihn schätzen. – Ein sehr berührendes Buch, gerne empfohlen.

Birgit Karnbach

Birgit Karnbach

rezensiert für den Borromäusverein.

Bär und Schneck

Bär und Schneck

Shahar Kober ; aus dem Hebräischen von Anne Birkenhauer
Peter Hammer Verlag (2026)

[48] Seiten : farbig
fest geb.

MedienNr.: 624516
ISBN 978-3-7795-0798-7
9783779507987
ca. 18,00 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 4
Systematik: KK
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