Streng verboten!
Stolz wirft sich der Erpel in die Brust. Frau Gans fährt in Urlaub und übergibt ihm die Aufsicht über den wunderschönen Teich. Die Tiere vergnügen sich im glasklaren Wasser, wie sie es seit jeher getan haben. Da schreitet der Erpel ein. Zuerst
verbietet er den Libellen, ihre Wettrennen zu veranstalten. Zur Bekräftigung seines Verbotes stellt er ein gut sichtbares Schild auf, das besagt, dass ab sofort diese Art von Spaß verboten ist. Genauso untersagt er dem Eisvogel zu fischen, den Fröschen, ins Wasser zu springen oder zu spritzen. Schon befinden sich im Teich mehr Verbotsschilder als Tiere. Diese ziehen ab und lassen den Gestrengen alleine zurück. Der bestürzte Erpel erkennt, was er angerichtet hat. Erneut stellt er ein Schild auf, auf dem steht, dass er sein unmäßiges Verhalten sehr bedauere und ab sofort wieder jeder Spaß im Teich erlaubt sei. - Die Lektion, nicht herumzukommandieren, muss der Erpel auf schmerzliche Weise lernen. Das könnte Kindern, die anderen gerne ihren Willen aufdrücken, ein Abschreckungsbeispiel sein. Die fröhlich-bunten, ausdrucksfähigen Illustrationen sind ein weiterer Grund, das Buch anzubieten bzw. mit den Betrachtern zu erarbeiten. Nachdrückliche Empfehlung.
Martina Mattes
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Streng verboten!
Alison Ritchie ; Hannah George
Loewe (2012)
[14] Bl. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 3