Quentin Qualle

Nicht nur die unbeliebte Tierart "Qualle", sondern auch der vernachlässigte Buchstabe Q ist Gegenstand des Bilderbuches, beginnt doch jeder Quallenname mit "Q" (Quadalbert, Quotan, Querinus usw.). Dabei schaffte es der hilfbereite Quentin, die Ober-Muräne Quentin Qualle Hans mit pflanzlichen Mitteln von ihrer Migräne zu befreien und den Fressfeind nicht nur von weiteren Angriffen abzuhalten, sondern sogar zum Pflanzenfresser zu machen. Die recht schlichte und vereinfachende Weltsicht, die hier zum Ausdruck kommt, dürfte bei gewitzten Fünfjährigen auf Skepsis stoßen und überzeugt in keiner Weise, auch durch die allzu süßliche Vermenschlichung der Charaktere. Die Illustrationen sind ebenfalls vielfach "süßlich" und wenig ansprechend. Einzig Mut und Hilfsbereitschaft des kleinen Quentin sowie einzelne sprachspielerischen Aspekte verdienen positive Beachtung. Eine beiliegende CD bietet 4 peppige Quentin-Lieder von Heinz Rudolf Kunze, dem "Vater" des Bilderbuches, doch wird der Nutzer zunächst mit Werbung überschüttet. Zudem ist die Ausstattung sehr lieblos - nicht einmal die Liedtexte sind im Buch abgedruckt! Die Verlags-Website zum Buch dagegen ist aufwendig gestaltet und werbetaktisch breit aufgestellt. Trotz vereinzelt positiver Aspekte insgesamt eher nicht empfohlen.

Birgit Karnbach

Birgit Karnbach

rezensiert für den Borromäusverein.

Quentin Qualle

Quentin Qualle

Heinz Rudolf Kunze ; Jens Carstens ...
Loewe (2014)

[14] Bl. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.

MedienNr.: 406146
ISBN 978-3-7855-8038-7
9783785580387
ca. 14,95 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 3
Systematik: KK
Diesen Titel bei der ekz kaufen.