Fisch entwischt
Die beiden Pinguine Piep und Patsch haben Hunger und werden von Mama Pinguin dazu verdonnert, einen leckeren Fisch fürs Abendessen zu fangen. Schnell ist ein Opfer ausgespäht. Doch der kleine Fisch hat wenig Lust, verspeist zu werden, und flitzt
auf und davon. Und weil er ziemlich flink und wendig und dazu auch noch ziemlich schlau ist, haben die beiden Verfolger von Anfang an wenig Chancen. Zu allem Überfluss lassen sie sich von einem Schiffswrack und einem freundlichen Kraken viel zu lange ablenken. Als der kleine Fisch auf der Flucht seine Freunde gefunden hat und gemeinsam mit ihnen eine geniale Abwehrstrategie ausprobiert, ist es mit der Abenteuerlust der beiden Pinguine endgültig vorbei. Wieder daheim bei Mama ärgern sie sich aber doch, weil es statt Fisch nun langweiligen Algeneintopf zum Abendessen gibt. - Ein munteres Bilderbuch, das mit seinen knallbunten Farben und den frechen Illustrationen genauso überzeugt wie mit den geschickt eingesetzten Stanzungen und Klappen, die die Verfolgungsjagd für Kinder zum Abenteuer macht. Leider wurden die netten Reime des englischen Originals so uninspiriert ins Deutsche übertragen, dass das Vorlesen der holprigen Verse wenig Spaß macht. Schade! Besser, man erzählt die Geschichte zu den Bildern selbst.
Angelika Rockenbach
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Fisch entwischt
Jack Tickle
Loewe (2016)
[10] Bl. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 3