Vor dem Abgrund

Die sechzehnjährige Celia Brooks von der Südküste Englands, deren Mutter gerade an einer Seuche gestorben ist, fährt nach London, um ihren seit Jahren verschwundenen Vater zu suchen. Bei ihrer Suche in dem verrufenen East End macht sie die zumeist Vor dem Abgrund unliebsamen Bekanntschaften von gewalttätigen Kneipenwirten, Seeleuten, Huren und Gesindel jeglicher Couleur. Den meisten gemeinsam ist die Armut. Allerdings tummeln sich in den schäbigen Gassen auch immer wieder Männer aus der besseren Gesellschaft, die in den lasterhaften Slums aus der langweiligen, wohlsituierten Welt ausbrechen wollen. Zu ihnen gehört der Hotelierssohn Rupert Ingram, der immer wieder fragwürdige Vergnügen in den Kneipen und Bordellen sucht. Und dann trifft er auf Celia ... - Das ist der dritte und letzte Teil der London-Trilogie des Autors (Bd. 1 "Unter der Asche", s. BP/mp 10/111). Die Geschichte kann auch ohne Kenntnis der vorherigen zwei Bände gelesen werden. Das Buch besticht durch die realistischen Beschreibungen des Lebens in den unterschiedlichen Gesellschaftsschichten der Stadt. Thematisiert werden auch die Morde von Jack the Ripper; grausige Details nehmen nicht allzu sehr überhand. Eine gefällige, sehr gut lesbare Geschichte mit vielen historischen Details. Breit einsetzbar.

Erwin Wieser

Erwin Wieser

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Vor dem Abgrund

Vor dem Abgrund

Tom Finnek
Lübbe (2013)

587 S. : Kt.
fest geb.

MedienNr.: 575534
ISBN 978-3-7857-2478-1
9783785724781
ca. 19,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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