Das Leben, das uns bleibt

1945: Ruth ist gerade mal 17 Jahre alt, als sie Breslau verlassen muss. Hals über Kopf flieht ihre Familie mit falschen Pässen und nehmen nur das Nötigste mit. Ruth muss nicht nur ihre geliebte jüdische Großmutter, sondern auch ihre erste große Das Leben, das uns bleibt Liebe Ilan zurücklassen. In Freiburg beginnt sie in einem Kaufhaus in der Schmuckabteilung zu arbeiten. Als der Krieg endlich beendet ist, versucht sie mit allen Mitteln, ihren Ilan und die Großmutter aufzuspüren. Doch irgendwann gibt sie die Hoffnung auf. In ihrer Einsamkeit lässt sie zu, dass Albert, ein Juwelier aus gutem Hause, um sie wirbt. Als sie schwanger wird, heiratet sie ihn. Bis hierhin eine schöne und tragische Geschichte. Doch was danach kommt, ist oft zu viel Zufall und teils unrealistisch. In einer Zeit, in der Frauen ohne die Einwilligung der Männer nicht arbeiten dürfen, lässt sich kein Juwelier den Laden von der Schwiegertochter bzw. Ehefrau wegnehmen. Gefallen hat mir, dass die Autorin die Lebensgeschichte ihrer eigenen Großmutter niedergeschrieben hat. Doch vielleicht hätte sie diese Geschichte nicht so sehr verändern sollen. - Bei Nachfrage nach diesem Genre in jedem Fall einsetzbar.

Edith Schmitt

Edith Schmitt

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Das Leben, das uns bleibt

Das Leben, das uns bleibt

Tanja Steinlechner
lübbe (2023)

414 Seiten
kt.

MedienNr.: 752114
ISBN 978-3-7857-2846-8
9783785728468
ca. 16,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
Diesen Titel bei der ekz kaufen.