Mehr als nur ein halbes Leben
Sarah ist Vizepräsidentin einer großen Unternehmensberatung in Boston. Bei einer 80-Stunden-Woche bleibt ihr kaum noch Zeit für die Familie. Trotzdem liebt sie ihr hektisches Leben - bis sie eines Tages einen Unfall hat, den sie nur mit Glück überlebt.
Eine schwere Kopfverletzung führt dazu, dass ihr Gehirn alle Informationen ignoriert, die sich auf der linken Seite befinden. Deshalb kann sie weder ihren eigenen Körper, noch ihre Umwelt auf der linken Seite wahrnehmen. So sehr sie auch hofft, wieder zu leben wie vor dem Unfall: Sie muss sich schließlich eingestehen, für immer behindert zu sein. - Man merkt dem Buch an, dass Genova sich bei Ärzten und Betroffenen über die Krankheit ihrer Protagonistin ausführlich informiert hat. Die spannende und realistische Story ist in der Ich-Form erzählt und schafft dadurch eine Atmosphäre unmittelbarer Betroffenheit. Ein Roman, der auch für Leser, die in der Hektik des Alltags in ein ungesundes Fahrwasser totaler Überbeanspruchung geraten sind. (Übers.: Veronika Dünninger)
Adelgundis Hovestadt
rezensiert für den Borromäusverein.
Mehr als nur ein halbes Leben
Lisa Genova
Lübbe Paperback (2011)
380 S.
kt.