Bis wir uns wiedersehen
Emma und Fleur müssen mit ihrem Vater Alec ihr geliebtes Zuhause in Malaysia Hals über Kopf verlassen, um zu ihren Großeltern nach England zu ziehen. Ohne dem Flehen seiner Töchter nachzugeben, auf die Rückkehr ihrer Mutter Lydia von einer Reise
zu warten, tut Alec alles, um seine Spuren und die seiner Kinder zu verwischen. Lydia wird später auf der Suche nach ihrer Familie vom britischen Gouverneur in dem Glauben gelassen, dass ihre Familie bei einem Brand ums Leben gekommen sei. Doch Lydia spürt, dass ihre Kinder noch leben. - Vor dem Hintergrund der japanisch-chinesischen Rebellion gegen die britische Besatzung Malaysias entwickelt Jefferies, die selbst ihre Kindheit in Malaysia verbracht hat, einen spannenden und stimmigen Plot. Ihren einfühlsam und differenziert gezeichneten kämpferischen weiblichen Figuren stellt sie unnachgiebige männliche gegenüber, die das Patriarchat der 1950er Jahren repräsentieren. Dieser Roman ist einerseits eine Hommage der Autorin an das Land ihrer Kindheit, anderseits kritisiert sie aber auch das korrupte politische System Malaysias Mitte des 20. Jh. (Übers.: Angela Koonen)
Adelgundis Hovestadt
rezensiert für den Borromäusverein.
Bis wir uns wiedersehen
Dinah Jefferies
Lübbe Paperback (2013)
429 S.
kt.