Einsam und kalt ist der Tod
Staatsanwältin Anna Magnusson hat eigentlich wenig zu tun mit ihrer samischen Verwandtschaft in Nordnorwegen. Nun soll ihr Cousin in eine Vergewaltigung verstrickt sein, und so macht sie sich auf den Weg in die Heimat ihrer Familie. Im tiefsten Winter
in Lappland gerät sie mitten hinein in die uralten Reibereien zwischen Familienclans, die sich um die immer unrentableren Pfründe der Rentierzucht streiten. - Der Verfasser, bislang eher als Filmemacher denn als Buchautor bekannt, gibt hier tiefe Einblicke in das harte Leben der samischen Minderheit im hohen Norden Norwegens. Das allein lohnt die Lektüre, denn der Krimi-Aspekt des Buches kann ruhigen Gewissens als unspektakulär bezeichnet werden. Geeignet also eher für Leser/innen, die sich literarisch dieser weniger bekannten Region Europas annähern möchten. (Übers.: Thorsten Alms)
Thomas Oberholthaus
rezensiert für den Borromäusverein.
Einsam und kalt ist der Tod
Lars Pettersson
Lübbe (2014)
429 S.
kt.