Alt werden und lebendig bleiben

Das Büchlein enthält eine ausführliche Einführung der Herausgeber sowie Textpassagen aus Veröffentlichungen Karl Rahners aus seinem letzten Lebensjahrzehnt (1975-84). Bei den Gedanken übers Alter und Altwerden, übers Sterben und den Tod verharmlost Alt werden und lebendig bleiben Rahner nicht, wenn er davon spricht, dass die Kräfte weniger werden und man einsamer wird. Er sieht im Altwerden eine Gnade und eine geistliche Aufgabe, die man in Geduld akzeptieren müsse. Wer im Alter mehr und mehr Lebensaufgaben und -energie verliere, befinde sich erst recht in der Hand Gottes, nicht mehr in der eigenen. Dort sei man besser geborgen als dort, wo man meint, über sein eigenes Leben selbstherrlich verfügen zu können. Der Gipfel des Lebens - den sähe er vor sich, meinte er noch kurz vor seinem Tod. Zu diesem Leben gehöre für einen Christen der Ausblick auf das ewige Leben - nicht als billiger Trost, sondern als heilige Aufgabe. Die Herausgeber sehen in den Texten Rahners ein „hohes Maß an geistlicher Tiefe“. Sie sagen: „Man muss bei diesen Texten länger verweilen, ihn in Ruhe bei sich ankommen lassen. Ergreifender kann Spiritualität, kann christliches Glaubensverständnis nicht sein.“ Für größere Bestände geeignet.

Christiane Raeder

Christiane Raeder

rezensiert für den Borromäusverein.

Alt werden und lebendig bleiben

Alt werden und lebendig bleiben

Karl Rahner ; herausgegeben von Andreas R. Batlogg und [einem weiteren]
Matthias Grünewald Verlag (2021)

116 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 607471
ISBN 978-3-7867-3274-7
9783786732747
ca. 12,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Fa
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