Erstaunter Glaube
Der ehemalige Bischof von Poitiers versucht eine Analyse der gegenwärtigen Situation des Glaubens in einer säkularen Gesellschaft. Die vom Individualismus geprägte Gesellschaft der Gegenwart mit ihren verschiedenen Spielarten und vielfältigen Erscheinungsformen
bestimmt das Leben der Menschen und führt zur religiösen Indifferenz. Das Individuum bastelt sich seine eigene religiöse Welt aus den verschiedenen Gedankenwelten, wobei immer wieder die Frage aktuell wird "Hat mein Dasein einen Wert?" Trotz des ständigen Bemühens und der Suche nach Verbesserung - auch die vielen Beispiele aus der Bibel helfen wenig - gelingt es der Kirche und den Gläubigen nicht, den Glauben sichtbar und erfahrbar zu machen. - Es ist ein sehr sperriges Buch mit vielen Fakten zur Indifferenz und zur Säkularisation der Gesellschaft, das Glauben schließlich nur in der Begegnung von Person zu Person wachsen sieht. Für besonders Interessierte in jedem Fall lesenswert.
Helmut Eggl
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Erstaunter Glaube
Albert Rouet ; herausgegeben von Hadwig Ana Maria Müller und [einem weiteren]
Matthias Grünewald (2022)
143 Seiten
kt.