Life sucks oder wie ich Miss Mabel entführte
Sioux hat eine Menge Probleme am Hals. Irgendwer verbreitet fiese Schmierereien über sie, der Streber Todd verfolgt sie und Lehrer "Chocko" hat sie auf dem Kieker. Ihre Freundin Sharon nervt irgendwann auch nur noch und zu Hause muss sie sich mit
einer nervigen kleinen Schwester und auf Perfektion bedachten Eltern herumschlagen. Zum Glück gibt es da noch "Miss Mabel". Die alte, halb verwirrte Dame hilft Sioux mit ihren Weisheiten und ihrer liebenswürdigen Art. Mit Miss Mabels Schlaganfall endet die Freundschaft abrupt.
"Life sucks" ist teilweise frech wie der Titel, dann auch wieder amüsant und vor allem am Ende nachdenklich stimmend. Mitreißend und unterhaltsam erzählt kann man das Buch quasi in einem Zug herunterlesen. Zum Lächeln sind die kecken kleinen Illustrationen. Insgesamt ein ungewöhnlicher Roman, der mehr zu bieten hat als den neugierig machenden Titel. (Übers.: Christian Dreller)
Nicole Schuster
rezensiert für den Borromäusverein.
Life sucks oder wie ich Miss Mabel entführte
Natale Ghent
Oetinger (2011)
269 S. : Ill.
kt.