Wo bist du, Opa?
Felix sitzt traurig am Rand des Pausenhofes und malt mit einem Stock im Gras, während die anderen Kinder Fußball spielen. Er hat keine Lust dazu, denn sein Opa ist gestorben. Da setzt Tom sich zu ihm und erzählt, dass auch sein Großvater vor einiger
Zeit gestorben ist und er anfangs sehr traurig war. Felix ist wütend. "Ich vermisse ihn", sagt er. "Wir haben immer zusammen Fußball gespielt." Tom vermisst seinen Opa auch. Aber der hatte ihm versprochen, dass er immer bei ihm ist, wenn er an ihn denkt. "Meinst du, mein Opa ist auch bei mir, wenn ich an ihn denke?", fragt Felix. „Natürlich“ sagt Tom. Sie sprechen über verschiedene Arten der Beerdigung, über ihre Ängste und über das, was passiert, wenn jemand stirbt. "Die Hülle bleibt zurück und der andere Teil geht in den Himmel", meint Tom. Felix entdeckt ein leeres Schneckengehäuse im Sand. "Ich glaube, es ist so wie mit der Schnecke. Sie hat ihr Haus verlassen, so wie Opa seinen Körper verlassen hat." Tom nickt. Felix erinnert sich daran, dass Großvater auch immer gern Fußball gespielt hat. "Und bestimmt freut er sich, wenn ich mitspiele." "Dann komm!", sagt Tom und Felix spielt mit. Für Kinder ab 6 Jahre mit erwachsenem Gesprächspartner.
Christiane Raeder
rezensiert für den Borromäusverein.
Wo bist du, Opa?
Simone Stracke/Fariba Gholizadeh
paulinus (2020)
[32] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 6