Literatur im Fluss
Der diesjährige Katholikentag in Regensburg stand unter dem Motto "Mit Christus Brücken bauen". Daran knüpft diese Sammlung von Texten von deutschsprachigen Gegenwartsautoren an, die der Theologieprofessor Garhammer eingeladen hat, auf einem Schiff
in der Donau kurze Texte zu präsentieren. Diese sollten Brücken zwischen dem Faktischen und dem Staunen schlagen und damit den Grenzbereich von Literatur und Religion berühren. Im Hintergrund steht die Frage nach der Wahrheit, die laut Garhammer die Basis der Poesie ist. Dazu anregen ließen sich 12 Autoren, darunter Harald Grill, Thomas Hürlimann und Reiner Kunze. Sibylle Lewitscharoff steuert eine Art Legende bei und Petra Morsbach betont den Gleichnischarakter in Literatur und Religion. Brücken schlagen zwischen Sprachen ist das Thema von Ulrike Draesner. Kurze Porträts der Autoren schließen sich jeweils an, in denen hauptsächlich der literarische Charakter behandelt, weniger nach theologischen Aspekten gesucht wird. "Im Fluss", also in Veränderung sind Poesie und Religion, die uns beide faszinieren.
Bernhard Grabmeyer
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Literatur im Fluss
Erich Garhammer (Hg.)
Pustet (2014)
176 S.
kt.