Wie wir einmal Dirk Nowitzki entführten
Die basketballbegeisterte Billie und ihre Freunde suchen einen geeigneten Trainingsplatz, wofür sich ihr Hinterhof nur bedingt eignet. Ein reichlich rabiates Trio in der Nachbarschaft gibt den Kindern beim Spiel keine Chance. Da verfällt man auf
die Idee, das von den Amerikanern integrierte Spielfeld auf einem stillgelegten Flughafen zu nutzen. Wächter Delroy, Typ schräger Wissenschaftler, unterstützt ihr Unterfangen nach erstem Zögern und bringt einem der Jungen gar das Lesen bei. Doch die arroganten neuen Besitzer erweisen sich wenig erfreut über die Zweckentfremdung. Um ihrem Unterfangen Nachdruck zu verleihen, beschließt die Gruppe, Sportstar Dirk Nowitzki zu kidnappen und ihm ihr Anliegen zu präsentieren. Das moderne Märchen setzt sich mit sozialkritischem Unterton und reichlich Humor dafür ein, Kindern einen Platz zum Spielen und Lernen zu bieten. Ebenso stellt die Hommage an Basketball-Begeisterung einen Appell dar, an seine Träume zu glauben. Adrian Wylezol legt die heitere Geschichte in einem lockeren, cartoonhaften Stil mit dezenter Kolorierung an, die bestens zum Tonfall der Jugendgeschichte passt.
Gregor Ries
rezensiert für den Borromäusverein.
Wie wir einmal Dirk Nowitzki entführten
Sascha Reh ; Adrian Wylezol
Karl Rauch (2023)
75 Seiten : farbig
kt.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 10