Mein Bruder, der Bär
Trotz der Wirtschaftskrise und ihrer mangelnden Arbeitspraxis hat Claire eine Arbeitsstelle als Sekretärin bekommen. Endlich wird sie die Mutter finanziell unterstützen können. Doch Zuhause angekommen bekommt sie einen Schock. Vor der Wohnung wartet
ein Krankenwagen, ein Polizist kommt ihr entgegen, ihre Mutter ist einem Herzinfarkt erlegen. Claire ist verzweifelt, das einzige Familienmitglied, das sie noch hat, ist ihr Onkel Jimmy. Doch der, anstatt ihre Trauer und ihre Wünsche zu respektieren, hat schon Pläne für ihre Zukunft gemacht. So bleibt ihr keine andere Möglichkeit als die Flucht. Zum Glück trifft sie schon bald auf Cliff, der in einem Wanderzirkus arbeitet. Der Zirkusdirektor erkennt Claires außergewöhnliches Talent, mit Tieren umzugehen. Schon bald steigt Claire mit ihrer Elefantennummer zum Star der Truppe auf. Doch ihr Onkel gibt die Suche nach ihr nicht auf, und durch die Zirkusplakate kann er schnell ihre Spur aufnehmen. Als er eines Morgens mit der Polizei im Schlepptau beim Zirkusdirektor auftaucht, muss Claire wieder so schnell wie möglich weg. Sie schließt sich dem alten Indianer Chief an, der Amerika durchquert, indem er sich in Güterzügen versteckt. Claire will dem Zirkus folgen, da sie ihre junge Liebe zu Cliff nicht aufgeben will. Eine abenteuerliche Reise beginnt, auf der Claire viel über ihre Wurzeln erfährt. - Die Handlung spielt zur Zeit der Weltwirtschaftskrise in den 30er Jahren. Dadurch bekommt man einen guten Einblick in das Leben der einfachen Leute zu dieser Zeit. Allerdings ist die Handlung voraussehbar und nicht sehr spannend. Empfehlenswert für Leser, die sich für die Thematik interessieren.
Verena Aignesberger
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Mein Bruder, der Bär
Christopher Ross
Ueberreuter (2012)
223 S.
fest geb.